Gehörgangsexostose: So entsteht das Surfer‘s Ear

Bei einer Gehörgangsexostose, auch als Surferohr oder Surfer‘s Ear bekannt, bilden sich meist gutartige Knochenwucherungen im äußeren Gehörgang. Dadurch kann es zu einem verengten Gehörgang, schmerzhaften Entzündungen und sogar Hörverlust kommen. Wie genau eine Gehörgangsexostose entsteht, warum eine Behandlung wichtig ist und was sich vorbeugend tun lässt, erfahren Sie hier!

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Gehörgangsexostose?– Was ist das?

Eine Gehörgangsexostose ist eine meist gutartige, langsam wachsende Wucherung von Knochenmaterial im äußeren Gehörgang (Meatus acusticus externus) an der Gehörgangswand. Dabei können sowohl eine als auch mehrere Exostosen einen verengten Gehörgang verursachen oder im Extremfall sogar ganz verstopfen. Mediziner bezeichnen die Gehörgangsexostose auch als Schwimmer-, Taucher– oder Surferohr (Surfer‘s Ear), da besonders häufig Wassersportler von der Erkrankung betroffen sind.

Gehörgangsexostose: Mögliche Ursachen des Surferohrs

Als Ursache von Gehörgangsexostosen vermuten Ärzte einen häufigen Kontakt mit kaltem Wasser, das möglicherweise das Knochengewebe zum Wachstum anregt.1 Dafür spricht zum einen, dass öfters Wassersportler betroffen sind, die ihre Sportart in kalten Gewässern ausüben: Surfer, die sich vorwiegend in kalten Gewässern aufhalten, sind etwa sechsmal häufiger vom Surferohr betroffen als diejenigen, die in warmem Wasser surfen.2 Auch der Kontakt mit kaltem Wind steht unter Verdacht, eine Gehörgangsexostose zu begünstigen.

Der genaue Mechanismus der Entstehung ist noch nicht abschließend geklärt.3 Ärzte nehmen jedoch an, dass kaltes Wasser die Blutgefäße im äußeren Gehörgang verengt. Das wiederum erhöht die Spannung der Gefäße und verursacht letztlich eine Entzündung.4 Dieser Entzündungsprozess regt dann möglicherweise das Knochenwachstum an.5 Denkbar ist zudem, dass dies dem Schutz des Trommelfells vor kalter Luft und Wasser dient.6

Verengter Gehörgang: Die Symptome einer Gehörgangsexostose

Die Beschwerden bei einem verengten Gehörgang sind vielfältig, wobei das Hauptsymptom eine (wiederkehrende) Ohrenentzündung ist.

Darüber hinaus können folgende Symptome bei einer Gehörgangsextose auftreten:

Sind etwa 90 Prozent des Gehörgangs durch die Exostosen verengt, bemerken Betroffene einen erheblichen Hörverlust.7 Im schlimmsten Fall versagt das Hörvermögen gänzlich. Je früher eine Gehörgangsexostose eine ärztliche Behandlung erfährt, desto besser. Suchen Sie also bei ersten Anzeichen unbedingt einen Mediziner auf.

Behandlung einer Gehörgangsexostose

Die Gehörgangsexostose, bei der ein verengter Gehörgang mehr und mehr Probleme verursacht, bildet sich nicht von allein wieder zurück. Um einen schleichenden Hörverlust zu vermeiden, sollten Sie zur Behandlung bei ersten Beschwerden einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen. Der Spezialist untersucht das Ohr zunächst mithilfe eines Otoskops, mit dem er den äußeren Gehörgang und das Trommelfell betrachtet. Häufig führt der Arzt auch einen Hörtest durch, um das Ausmaß einer möglichen Hörbeeinträchtigung zu bestimmen.

Lautet die Diagnose Gehörgangsexostose, muss der Facharzt den verengten Gehörgang in der Regel operativ behandeln.8 Bei der Operation greift der HNO-Arzt auf spezielle Instrumente zurück, wie einen Meißel oder Bohrer, mittels deren Einsatz er die Exostosen abträgt. Befindet sich die Wucherung nahe am Trommelfell, setzt er möglicherweise einen kleinen Schnitt hinter dem Ohr.9 Im Normalfall erhalten Patienten eine Vollnarkose. Es ist aber auch möglich, den Eingriff unter örtlicher Betäubung durchzuführen.

Gehörgangsexostose: Mögliche Folgen und Vorbeugung

Mann mit Surfbrett fasst sich ans Ohr, weil er an einer Gehörgangsexostose leidet.

Hat ein Mediziner bei Ihnen einen verengten Gehörgang festgestellt und eine Behandlung empfohlen, sollten Sie damit nicht zu lange warten. Nur so kann ein weiteres Fortschreiten der Gehörgangsexostose aufgehalten werden. In der Folge ist es zudem auch möglich, dass sich vermehrt Wasser im Gehörgang ansammelt, das zusätzlich eine Entzündung begünstigt.

Darüber hinaus kann es bei der Verengung des Gehörgangs zu einer unangenehmen Verstopfung mit Ohrenschmalz kommen oder gar zur Bildung eines Ohrenschmalzpfropfs. Langfristig ist so eine immer wiederkehrende, schmerzhafte Gehörgangsentzündung möglich.

Vor allem Wassersportler wie Surfer, Taucher, Kajakfahrer oder Schwimmer, können einiges tun, um einem Surfer‘s Ear beziehungsweise einer Gehörgangsexostose vorzubeugen. Beispielsweise gibt es spezielle Ohrstöpsel oder Hauben, die das Eindringen von Wasser verhindern können. Darüber hinaus sollten sie regelmäßig ihre Ohren reinigen und überschüssiges Ohrenschmalz entfernen.

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FAQs rund um die Gehörgangsexostose

Was ist eine Gehörgangsexostose?

Eine Gehörgangsexostose ist eine meist gutartige Wucherung im äußeren Gehörgang. Sie besteht aus Knochenmaterial und liegt an der Gehörgangswand an. Ein verengter Gehörgang und Schwerhörigkeit können die Folge sein.

Was ist der Grund für eine Gehörgangsexostose?

Ärzte vermuten als Ursache einer Gehörgangsexostose kaltes Wasser in Kombination mit Wind, das einen Wachstumsreiz verursacht und daraus resultierend eine Knochenwucherung.

Warum bezeichnen Ärzte die Gehörgangsexostose auch als Surfer‘s Ear?

Besonders Wassersportler sind von einer Gehörgangsexostose betroffen, weil sie einem häufigen Reiz durch Wind und Wasser ausgesetzt sind. Daher sprechen Ärzte auch von einem Surferohr oder Surfer‘s Ear.

Was bewirkt ein verengter Gehörgang?

Ist der Gehörgang aufgrund der Gehörgangsexostose zu verengt, kann eingedrungenes Wasser nicht mehr richtig abfließen. Außerdem besteht die Gefahr eines Ohrenschmalzpfropfs. Beides kann Entzündungen begünstigen.

Wie lässt sich die Gehörgangsexostose behandeln?

Ein HNO-Arzt muss Wucherungen in der Regel operativ entfernen. Vor allem für Wassersportler sollten auf vorbeugende Maßnahmen wie spezielle Ohrstöpsel, Hauben und Ohrenreinigung achten.